Wanderung der Aare entlang von Holderbank AG – Schinznach-Bad nach Brugg

Die erste Wanderung dieses Jahres vom 8. Februar 2022 führte von Holderbank AG über Schinznach-Bad der alten Aare entlang nach Brugg.

Insgesamt hatten 50 Personen in einem Car der Firma Gäu Travel Neuendorf Platz genommen zur Fahrt in den Aargau. Die Wandergruppe A mit Wanderleiter Julius Strub, begann die Wanderung in Holderbank AG; Die Gruppe B unter der Leitung  von Attilia Strub startete beim Bahnhof Schinznach-Bad.

Das erste längere Teilstück verläuft dem Stausee Holderbank entlang. Auf dem sandigen Flussufer wachsen Schilf und Rohrkolben. Bald folgt das grösste Aare Kraftwerk auf Höhe von Schinznach-Bad. Hier teilt sich der Fluss in den künstlichen Kanal und in die «Alte Aare». Auch die durch den Kraftwerksbau entstandene Schacheninsel wird nun sichtbar. Bald wird das Viadukt der Autobahn (Nationalstrasse A3) unterquert; in der stillen Fluss- und Auenlandschaft können immer wieder Enten und Tauchvögel beobachtet werden. Auch die Spuren des wieder heimisch gewordenen Bibers sind durch angenagte Baumstämme unübersehbar.

Nun geht’s an der Fischerhütte und dem wunderschönen Vogelschutz Rastplatz vorbei. Auf einem  Brücklein wird der Wildibach überquert; dieser ist die Verlängerung des «Badkanals» (Bad Schinznach) und fliesst durch den Wildischachen. Der vergleichsweise ruhige Bach ist Lebensraum für kleine Fische und andere Jungtiere. Nach dem Zusammenfluss von Kanal und Alten Aare kommt die Silhouette der von den Habsburgern gegründeten Stadt Brugg in Sichtweite. Von weithin ist die majestätische SBB-Brücke der 1875 gebauten Bözberg Linie sichtbar. Sie stellt damit nicht nur ein Wahrzeichen in der Aare Ebene von Brugg dar, sondern eine der landschaftlich prominentesten Eisenbahnbrücken des schweizerischen Mittellandes.

Die Befestigungsanlagen in der sehenswerten historischen Altstadt sind nur noch bruchstückhaft vorhanden. Von den Türmen erhalten geblieben sind der Archivturm und die untere Hälfte des Storchenturms an der Westseite sowie ein Eckturm an der Nordseite der Vorstadt.

Hier verengt sich die Aare immer mehr und fliesst rauschend durch die erodierten Kalksteinplatten. Beim schwarzen Turm – das Wahrzeichen der Stadt – ist die Schlucht nur noch zwölf Meter breit. Nur wenige Kilometer östlich davon befindet sich das «Wasserschloss», der Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat.

Nach dem Bummel zum Bahnhofplatz wurde im Café Frei der wohlverdiente Kaffee mit Kuchen  vor der Heimreise genossen.

Julius Strub & Hugo Moos

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